Tatort Spiegelsaal

Am Dienstag, dem 18. März 2025, glich der altehrwürdige Spiegelsaal im Neuen Rathaus einem von der Polizei mit Band abgeriegelten Tatort. Tatsächlich kam das rot-weiße Absperrband aber auch zum Einsatz, um mögliche Opfer zu verhindern, die hätten über die Kabellage zwischen eingesetzter Technik und Steckdose stolpern können. Diese originelle Aktion des bekannten Autorenduos Kästner & Kästner sorgte für viele Lacher, wie Karin Labendowicz berichtet.
Sie führte durch den abwechslungsreichen Abend und ihr verdanken wir auch die gelungenen Aufnahmen.
Von dieser Stelle aus schnelle Genesung an Karin, die mit einer Knie-OP die Aussicht in Kiel genießt, und natürlich auch an Birgit Böhnisch, die ebenfalls an der Ostsee eine Auszeit nimmt.
Spannung in Tateinheit mit Humor
Gelesen wurde jedenfalls laut Ohren- und Augenzeugenberichten an diesem Abend vergleichsweise wenig, und stattdessen sorgte das eingespielte Krimi-Duo Kästner & Kästner mit Anekdoten aus ihrem Autorenalltag für großes Interesse. Oder wie es Karin Labendowicz zusammenfasst: „Unterhaltsam war auch das, was die beiden erzählt haben, von sich, ihrer Arbeit (sie ist Psychologin, er mittlerweile pensionierter Beamter der Wasserschutzpolizei) und ihrem gemeinsamen Schreiben der Krimis. Wobei das gemeinsame Schreiben so aussieht, dass sie morgens um sieben Uhr am Schreibtisch sitzt und bereits zwei Stunden gearbeitet hat, wenn er dann so gegen neun Uhr aufsteht! Das hatte natürlich einige Lacher zur Folge! Ebenso amüsiert war das Publikum über die Art und Weise, wie Frau Kästner ihrem Mann doch so einige Male humorvoll über den Mund fuhr.“

Die Lesung aus dem zweiten Band ihrer Krimireihe „Tatort Hafen“, „Tod im Schatten der Elbflut“ war begleitet von einer Strecke Fotoaufnahmen, die die Arbeit der Hamburger Wasserschutzpolizei dokumentieren. „Alles in allem war das ein gelungener Abend mit einem sehr netten Autorenpaar“, lautet das Fazit von Karin Labendowicz. Und das nette Autorenpaar wiederum war begeistert vom schönen Ambiente in Wilster und vom schicken Spiegelsaal.
Den Presseartikel der Wilsterschen Zeitung finden Sie hier.
Und so geht es weiter im Lesungsjahr 2025
Am – ACHTUNG – 16. April 2025 wird Dennis Gastmann – nomen est omen – zu Gast sein in Wilster. Er bringt sein Buch „Der blaue Lampion“ mit. Darin geht es um seine abenteuerlichen Reisen. Gastmann zieht mit einem Goldsucher durch die australische Wüste, tanzt mit Finnlands bekanntestem Tangolehrer, philosophiert in Taiwan mit einem chinesischen Dissidenten über den Preis der Freiheit. In Indien kniet er vor dem Oberhaupt der Hijra, des dritten Geschlechts, in Kalifornien rollt er durch ein «Drive-thru-Funeral», in Südspanien begleitet er die Kutten tragenden Geldeintreiber des «Klosters der Kassierer» auf wenig gottesfürchtiger Mission. Gastmann besucht den «patriotischen Unterricht» an Putins früherer Grundschule, wo Kinder lernen, Kalaschnikows zu bedienen – und gerät in die Fänge des russischen Geheimdiensts. Leuchtende, berührende, bisweilen wahnwitzige Geschichten und Erlebnisse – rund um jene Kugel, die der liebe Gott für uns Menschen an den Nachthimmel gehängt hat: den blauen Lampion.
Dennis Gastmann liest ab 19:30 Uhr, im Spiegelsaal des Neuen Rathauses. Bitte melden Sie sich zur Lesung an bei der Stadtbücherei Wilster, Telefon 04823/921336. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns jedoch wie immer sehr über Ihre Spende und sind auch darauf angewiesen; ohne Ihr Engagement können wir keine Autoren engagieren.

Text und Titel: www.heikepohl.de
Foto: Karin Labendowicz